Feuerversicherung

Die sogenannte Wohngebäude und Feuerversicherung ist eine Police, über die die Mehrzahl der Immobilienbesitzer unabhängig von der Nutzungsart des Gebäudes verfügen.

Verpflichtung zum Abschluss der Police

Feuerversicherung

Feuerversicherung

Wird eine Immobilie oder der Bau eines Gebäudes über ein Darlehen finanziert, dann kann der Abschluss einer entsprechenden Wohngebäudeversicherung durch den Kredit- und Darlehensgeber sogar gefordert werden und stellt dann ein Pflichtpolice dar. Die Wohngebäudeversicherung muss im Rahmen der Kreditbeantragung für das erworbene oder erbaute Gebäude abgeschlossen werden und zwingend vorgelegt werden. Der Hintergedanke der Kredit- und Darlehensgeber ist hier ganz einfach die nachhaltige Absicherung des vergebenen Kredites. Bei der Mehrzahl der Baufinanzierungen wird die entsprechende Immobilie mit einer Grundschuld belastet. Daher muss diese Kreditsicherheit geschützt werden und so die Nachhaltige Kreditsicherheit gegeben sein. Die Wohngebäudeversicherung ist eine Sachversicherung, deren Leistung aus der Übernahme aller anfallenden Kosten und Aufwendungen für eine schadensbedingte Sanierung oder den vollständigen Wiederaufbau des versicherten Gebäudes besteht. In der angebotenen und unter Umständen verpflichtend abzuschließenden Wohngebäudeversicherung sind die grundlegenden Risiken und Gefahren versichert, die zu einer vollständigen Zerstörung, zu einer erheblichen Beschädigung und der daraus resultierenden Wertminderung oder aber dem vollständigen Wertverlust führen können.

Kombinierte Policen für Wohngebäude

Die auf dem deutschen Versicherungsmarkt angebotene Wohngebäudeversicherung ist in der Regel eine kombinierte oder auch verbundene Versicherung, die aus mehreren Einzelpolicen besteht. Die Wohngebäudeversicherung in ihren Grundzügen und mit den darin integrierten Einzelpolicen zur Absicherung unterschiedlicher Gefahren und Risiken stellt aber keinen generellen Schutz gegen die Kosten dar, die bei einem Elementarschaden an dem versicherten Gebäude entstehen. Um die Leistung aufgrund eines Schadens nach einem elementaren Ereignis in Anspruch nehmen zu können, muss die Wohngebäudeversicherung mit der Elementarschadendeckung oder aber sogar der erweiterten Elementardeckung beantragt werden. Die angebotene kombinierte Wohngebäudeversicherung besteht aus einer Feuerversicherung, einer Sturmversicherung und einer Leitungswasserversicherung. Die drei Policen ergeben gemeinschaftlich dann die Gebäudeversicherung oder Wohngebäudeversicherung und beinhalten bereits eine Vielzahl von auftretenden Schadensbildern in Zusammenhang mit einer Immobilie. Bei der Leistungserbringung im Schadensfall definierten die versichernden Gesellschaften die sogenannten „versicherten Sachen“ und die „nicht versicherten Sachen“.

Musterbedingungen für die Wohngebäudeversicherung

Obwohl die Versicherungsbedingungen von der gewählten Gesellschaft selbst bestimmt werden, sind bei der Wohngebäudeversicherung die Musterbedingungen des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft in der Regel die Grundlage zur Ausgestaltung. Nach diesen Musterbedingungen gestalten nahezu alle Versicherungsgesellschaften dann ihre eigenen Versicherungsbedingungen für die Wohngebäudeversicherung. Die Wohngebäudeversicherung und alle darin enthaltenen Einzelpolicen beziehen sich stets auf die im Versicherungsvertrag exakt benannte Immobilie. Zusätzlich ist das mit dem Gebäude verbundene Zubehör und für das Gebäude benötigte Zubehör im Umfang enthalten. Die Wohngebäudeversicherung kann auf alle auf dem Grundstück befindlichen weiteren Gebäude und Nebengebäude erweitert werden. Daher können mit der Gebäudeversicherung auch Garagen oder Carports und Gartenhäuser umfassend gegen die im Versicherungsvertrag benannten Schadensbilder und Ereignisse abgesichert werden. Wichtig ist aber auch hier, dass die Gebäude genau benannt werden müssen und beim Antrag auf die kombinierte Gebäudeversicherung fixiert werden. Nachträgliche Erweiterungen bei einem zusätzlichen Gebäude oder einem nachträglichen Bau werden auf Anfrage akzeptiert und ziehen dann eine entsprechende Anpassung des für die Wohngebäudeversicherung zu leistenden Beitrages mit sich. Für Mieter ist hier wichtig dass zwar das Gebäude an sich, die Nebengebäude und das Zubehör versichert sind, nicht aber alle nachträglich vom Mieter vorgenommenen Veränderungen. Wer als Mieter für seine Terrasse oder seinen Balkon eine Markise anbringen lässt, hat im Schadensfall das Nachsehen. Nachträgliche Veränderungen dieser Art sind im Umfang der für das benannte Gebäude abgeschlossenen kombinieren Wohngebäudeversicherung generell nicht enthalten. Die Kombination der Feuerversicherung, der Sturmversicherung und der Leitungswasserversicherung als Gesamtpolice der Gebäude- und Wohngebäudeversicherung deckt nahezu alle Schadensbilder. Die große Ausnahme besteht aber ganz klar bei allen Schadensbilder die ein Elementarereignis mit sich bringt. Um hier einen ausreichenden Versicherungsschutz bei einer Beschädigung oder einer vollständigen Zerstörung der Immobilie zu gewährleisten, muss die Wohngebäudeversicherung um einen weiteren Zusatz angepasst werden. Dann wird aus der kombinierten Wohngebäude- oder Gebäudeversicherung eine Wohngebäudeversicherung mit Elementardeckung oder erweiterte Elementarschadendeckung.

Im Grundumfang einer Gebäudeversicherung mit allen drei verfügbaren Deckungsbausteinen sind folgende Ereignisse und Schadensbilder abgedeckt:

  • Brand, Blitzschlag und Explosion in der integrierten Feuerversicherung
  • Wasserschäden durch Leitungswasser, Frostschäden durch Leitungswasser und Bruchschäden an den Leitungswasserrohren in der integrierten Leitungswasserversicherung
  • Sturmschäden bei einem Sturm mit mindestens 63 km/h bzw. Windstärke 8 und Hagelschäden in der integrierten Sturmversicherung