Schäden durch Sturm und Hagel

Elementarschaden

Elementarschaden

Im Leistungskatalog der Hausratversicherung und der Gebäudeversicherung ist unabhängig von der Elementardeckung oder dem erweiterten Elementarschutz eine Zerstörung und Schäden durch Sturm und Hagel abgedeckt. Generell ist ein Sturm und die damit verbundene Windstärke zwar ein elementares und somit naturbedingtes Ereignis, aber es entfällt nicht in die erweiterten Versicherungsleistungen und ist kein Fall für die bei einer Wohngebäude oder Hausratversicherung enthaltene Elementardeckung. Die Elementarversicherung deckt eine Vielzahl von möglichen Schadensbildern, aber das Schadensbild durch Sturm und Hagel ist bereits über die Wohngebäudeversicherung und über die Grundpolice der Hausratversicherung umfassend abgedeckt.

Hagelschaden

Generell sind in der Police mit einer Deckung bei Sturm und Hagel dann nicht nur die direkten Schäden an der versicherten und benannten Immobilie abgedeckt, sondern auch alle aus diesem Ereignis resultierenden Folgeschäden. Die Wohngebäudeversicherung beinhaltet drei Versicherungspolicen. Die Gebäudeversicherung ist aus der Feuerversicherung, der Leitungswasserversicherung und der Sturmversicherung zusammengesetzt. Die Sturmversicherung wiederum deckt dann Schäden durch starke Winde und beinhaltet zudem die Deckung von Hagelschäden. Hagelkörner und die so entstehenden Hagelschäden haben in den Versicherungsbedingungen der Wohngebäudeversicherung und der Hausratversicherung eine eigenständige Bedeutung und werden nicht in den Bereich des Starkregens eingeordnet. Hagelkörner verursachen meist auch Folgeschäden in Form des Wasserschadens. Wenn Hagelkörner in das Gebäude gelangen und im Nachgang ein Schmelzwasserschaden entsteht, dann ist dies wiederum kein Fall für die Hausratversicherung und Wohngebäudeversicherung ohne Elementardeckung. Die Wohngebäudeversicherung übernimmt die direkten Schäden durch die noch intakten Hagelkörner und unabhängig von der Größe und Beschaffenheit. Wann genau ein Schaden durch ein Hagelkorn als sogenannter Hagelschaden eingestuft wird, ist nicht klar definiert. Da die Witterungsbedingungen und die Niedergänge von Starkregen und Hagel aber anhand der aufgezeichneten Daten nachvollziehbar sind, kann die Versicherungsleistung aufgrund eines Hagelschadens in den meisten Fällen schnell und unkompliziert in Anspruch genommen werden.

Windgeschwindigkeit und Sturmstärke

Die Sturmschäden und somit die windbedingten Schäden an einer versicherten Immobilie sind dagegen sehr klar definiert. Das häufigste Schadensbild zeigt sich im Bereich der Sturmschäden an der Bedachung der Immobilie. Dies wiederum ist ein Grund für die Einordnung in die Bauartklasse. Immobilien mit einer festen Bedachung sind weniger oft von einem Sturmschaden betroffen, als Gebäude mit einer weichen Bedachung. Daher ist bei der Wohngebäudeversicherung mit Leistung bei Sturm und Windschäden die Art der Bauart und die so zugeordnete Risikogruppe bei der Beitragsberechnung von großer Bedeutung. Als Sturm im Sinne der Versicherungsbedingungen und somit als leistungspflichtiges Schadensereignis sind alle Vorkommnisse ab einer Windstärke von acht auf der Skala definiert. Ausschlaggebend ist die gemessene Windstärke in km/h und die daraus folgende Benennung der Windstärkenziffer.