Erweiterte Elementarschäden


In den vergangenen Jahrzehnten und verstärkt in den vergangenen Jahren haben die Beschädigungen und teilweise vollständigen Zerstörungen von Gebäuden und Immobilien durch Naturereignisse deutlich zugenommen. Die Erhöhung der Zahl an gemeldeten extremen Elementarbedingungen und Ereignissen zog auch bei den Versicherungsgesellschaften einen gewissen Handlungszwang nach sich. Durch die Geschehnisse der vergangenen Jahre und der Art der Elementarschäden wurden die Versicherungspolicen angepasst und größtenteils erweitert. Die Wohn- und Gebäudeversicherung deckt bereits einen Teil der Elementarschäden an einem Gebäude und dem zugehörigen Grundstück. Das Grundstück und alle darauf befindlichen Nebengebäude sind aber nur gegen elementare Schäden versichert, wenn sie beim Versicherungsabschluss gesondert benannt und gegen eine Beitragsanpassung in den Versicherungsvertrag aufgenommen wurde. Statistisch gesehen wurden in den vergangenen Jahren weitaus höhere Schäden durch Naturgewalten wie Sturm und extremen Starkregen verursacht, als durch die generell abgesicherten Gefahren wie Feuer.

Staatliche Hilfen für versicherte Immobilienbesitzer

Gleichzeitig haben die Landesregulierungen einiger Bundesländer ein Gesetz verabschiedet, dass die ausreichende Versicherung für das bestehende Gebäude in die Hand des Besitzers legt. Wer nicht ausreichend gegen einen Elementarschaden versichert ist und bestenfalls eine sogenannte erweiterte Elementarschadenversicherung vorweisen kann, der erhält bei einem Schaden nach einer extremen Naturgewalt keinerlei Hilfen mehr aus staatlichen Geldern. Die Wohngebäudeversicherung bietet bereits einen sehr guten Schutz gegen die Grundschäden wie Sturm, Feuer, direkte und indirekte Schäden durch einen Blitzschlag oder aber Wasserschäden die auf die Wasserleitung zurück zu führen sind. Diese Elementarschäden können mit der entsprechend umfangreichen Hausratversicherung und der zugehörigen Wohngebäudeversicherung gedeckt sein. Dann sind das Gebäude an sich, der darin befindliche Hausrat, die genannten Nebengebäude und Garagen und das Grundstück gegen diese Gefahren durch Elementarereignisse versichert. Nicht aber enthalten sind weitere Elementarschäden, deren Anzahl in den vergangenen Jahren ebenfalls deutlich zugenommen hat und sich definitiv nicht auf einzelne Regionen beschränkt. Die Versicherung für erweiterte Elementarschäden deckt neben den in einer Wohngebäudeversicherung enthaltenen Schadensbildern noch eine hohe Anzahl an weiteren Naturgefahren und den daraus resultierenden Beschädigungen am Wohn- und Immobilieneigentum ab. Hierbei besteht nun die Möglichkeit, die Elementarversicherung mit Deckung für erweiterte Elementarschäden als Neuversicherung und komplexe Police abzuschließen.


Nachträglicher Einschluss in der Wohngebäudeversicherung

Wer bereits über eine Wohngebäudeversicherung verfügt, kann eine Deckung der erweiterten Elementarschäden bei dieser Versicherungsgesellschaft nachträglich beantragen. Unter Umständen kann eine bestehende Gebäudeversicherung mit der Deckung für erweiterte Elementarschäden dann den individuellen Versicherungsbedarf decken und im Falle eines naturbedingten Schadens den Versicherungsnehmer vor den hohen finanziellen Kosten und unter Umständen existenzbedrohenden Folgen schützen. Wichtig ist hier, dass kein Versicherungsanbieter verpflichtet ist, die erweiterten Elementarschäden in den Versicherungsumfang einer bestehenden Gebäude- oder aber auch Hausratversicherung zu integrieren. Wird dies von der bisherigen Versicherungsgesellschaft abgelehnt, kann bei einer der zahlreichen anderen Gesellschaften einer Elementarversicherung oder eine Elementarschadenversicherung mit erweiterter Deckung beantragt werden.

Als sogenannte erweiterte Elementarschäden können die folgenden Naturgewalten und Ereignisse in den Versicherungsumfang integriert werden oder aber beim Neuabschluss einer Elementarschadensversicherung gedeckt sein:

  • Überschwemmung, Hochwasser und Starkregen
  • Schäden durch Rückstau unter Erfüllung der Voraussetzung durch die versichernde Gesellschaft
  • Erdrutsch, Erdsenkung und Erdbeben
  • Lawinen und Beschädigungen durch Schneedruck sowie Frost
  • Folgeschäden nach einem Vulkanausbruch