Definition und Unterscheidung


Jeder von einem elementaren Ereignis verursachte Schaden oder die Zerstörung bei einem Elementarereignis als Elementarschaden einzuordnen ist. Bedeutend spezifischer ist dagegen die Ansicht der versichernden Gesellschaften. Abhängig vom gewählten Versicherungsanbieter, dem Umfang der abgeschlossenen Police und den für diesen Vertrag gültigen Versicherungsbedingungen ist der Begriff des Elementarschadens sehr eng definiert. Jeder Schaden, der aufgrund eines der vier bekannten Elemente zustande kommt, könnte per allgemeine Beantwortung als Elementarschaden eingestuft werden. Ganz so einfach ist dies im Versicherungsbereich und vor allem bei der genauen Festlegung der versicherbaren Ereignisse und somit der erstattungsfähigen Schadensbilder aber nicht. Obwohl Feuer ein Element ist, ist eine Beschädigung oder eine Zerstörung durch einen Brand kein Fall für die Elementarversicherung. Sowohl für den Brandschaden als auch für einen Schaden durch einen Blitzschlag ist nicht die abgeschlossene Elementarversicherung zuständig. Anders sieht dies nun aber aus, wenn der Brand und das daraus entstandene Schadensbild aus einem Vulkanausbruch resultieren. Die Elementarversicherung ist zwar allgemein auf Schäden aus Feuer, Erde, Wasser und Luft ausgelegt, aber die Grenzen und der Versicherungsrahmen sind deutlich enger gesteckt. Die Wohngebäudeversicherung, die Feuer- oder Brandversicherung und die Hausratversicherung dagegen decken das Element „Feuer“ und den Brandschaden ab. Generell könnte man hier vermuten, dass die Übergänge zwischen den Leistungen einer Wohngebäudeversicherung, den Leistungen der Hausratversicherung und den Leistungen der Elementarversicherung fließend sind. Die Anbieter der Elementarversicherungen oder auch Elementarschadensversicherungen stecken aber ihre Grenzen bei den erstattungsfähigen Schadensbildern sehr eng. Unterschiede bestehen im Sinne der anbietenden Gesellschaften zwischen den grundlegenden Elementarschäden und den erweiterten Elementarschäden. Hinzu kommen die länderspezifischen Unterschiede bei der Einordnung als Elementarereignis und somit bei der Auslegung der Versicherungsbedingungen und der versicherten Gegebenheiten. Eine ganz klare Aussage kann aber für die in Deutschland angebotenen Elementarversicherungen in Bezug auf die versicherten Schadensbilder getroffen werden. Die anbietenden Gesellschaften sind sich zumindest bei der Definition der grundlegend versicherten Schäden aus festgelegten und genau benannten Elementarereignissen in allen Punkten einig. Feuer, Wasser, Erde und Luft sind als Elemente die Grundlage der Einstufung als Elementarereignis und somit die Grundlage bei der verbindlichen Erstellung der gültigen Versicherungsbedingungen für die Elementarversicherung.


Versicherbar sind über die angebotenen Elementarversicherungen und Elementarschadensversicherungen folgende Ereignisse:

Unterschiede in den Umfängen der Elementarversicherung bestehen meist nur in einem geringen Ausmaß. Ausschlaggebend sind bei den Unterscheidungen der Elementarschäden und der Gestaltung des Versicherungsumfangs die Einstufung der Risikoklasse, länderspezifische Elementarereignisse und Elementarschäden sowie die als erweitere Elementarschäden verfügbaren Zusatzdeckungen der Policen. In der Regel aber kann die Elementarversicherung entweder mit den grundlegenden Versicherungsfällen abgeschlossen werden oder aber mit einer erweiterten Deckung. Elementarschäden können in einer komplexen Versicherungspolice gedeckt werden. Einzelversicherungen für einen spezifisch definierten Elementarschaden und gleichzeitige Ausschlüsse der Deckung von anderen elementaren Schäden sind nicht verfügbar. Die Elementarversicherung kann im Vergleich zu anderen Sach- und Personenversicherung nur in einem sehr begrenzten Umfang an die Versicherungsbedürfnisse des einzelnen Immobilien- oder Wohngebäudebesitzers angepasst werden